Mir träumte...

Ich war mit meiner Familie in den Urlaub gefahren. In den Süden…irgendwo, wo es warm war und Hauser im mediterranen Stil standen. Die Sonne schien den ganzen Tag und es gab nur wenig grüne Pflanzen, da die Erde sehr trocken war. Wir saßen alle zusammen am Frühstückstisch und unterhielten uns über das, was grad so in der Welt los war. Um den runden Tisch versammelt saßen wir; meine Mutter, mein Stiefvater, mein Mathelehrer Herr Kriese, die Schulsekretärin Frau Böhme, meine alte Französischlehrerin Frau Bernhagen, noch irgendein Lehrer, den ich nicht besonders gut kannte, Herr Kelenberger und noch ein paar andere, die ich nicht kannte, zusammen mit ihren Kindern. Die Atmosphäre war ziemlich angespannt, da rund um den Tisch, in der Scheune und im Haus Truppen der amerikanischen Armee zu unserer Sicherheit stationiert waren.

Plötzlich krachte es auf dem Nachbargrundstück und die Soldaten kamen zu uns rüber gerannt, um uns in Sicherheit zu bringen. Jeder in ein anderes Zimmer, damit das Risiko, dass alle starben verringert wurde, und jeder von zwei Soldaten bewacht. Mich brachten sie in ein schäbiges Zimmer im zweiten Stock. Von dort aus konnte man den Hof, wo ich mit den anderen kurz zuvor noch gewesen war, die kleine Scheune und das Dach des Anbaus sehen. Ich versteckte mich hinter der Mauer neben dem Fenster, während die feindlichen Truppen einen neuen Angriff auf unser Haus starteten. In das Zimmer wo der Soldat, der auf mich aufpasste und ich standen, kamen laufend andere hektische Soldaten gerannt, um den Soldaten, der bei mir im Zimmer war, neue Informationen mit zu teilen. Jedes Mal, wenn ihm irgendwer was zuflüsterte, guckte er entsetzt. Mein Herz raste und ich bekam aus den Gesprächen mit, dass mein Mathelehrer erschossen wurde. Das schockierte mich, da er einer meiner Lieblingslehrer gewesen war und ich setzte mich auf den Boden. Ich fragte mich, was mit den anderen geschehen war, ob sie noch am leben waren. Mir wurde leicht schwindelig. Der Soldat kam zu mir rüber und erzählte mir hektisch irgendwas. Ich verstand nicht, was er mir sagte, aber irgendwie bekam ich mit, dass eine Verschwörung stattfand. Als ich das begriffen hatte, sah ich ihn entsetzt an und er lächelte mich mit einem breiten, schadenfrohen grinsen an und meinte, dass ich jetzt gefangen war.

Ich begann zu kombinieren: Der deutsche Staat hatte sich gegen das Volk verschworen. Die Lehrer und andere Beamte hatten das mitbekommen und versuchten nun in geheimen Organisationen dagegen vorzugehen. Mein Mathelehrer war einer von ihnen und war dabei eine geheime Mission auszuführen, weswegen er auch sterben musste.

Als mir das klar wurde, stand ich entschlossen auf; ich musste etwas tun. Sofort. Ich rannte aus dem Raum, der Soldat schrie mir nach, dass ich bleiben sollte, aber ich hörte nicht. Ich rannte die schäbige Treppe hinunter, auf den Hof, in die Scheune. Die Scheune war voller Soldaten, die dort zum Einen ihr Lager aufgeschlagen hatten und zum Anderen ihre Munition wieder aufluden.

Ich rannte weiter, aus dem Hof raus, auf die Straße. Es war eine alte Dorfstraße. Sie war nicht mal asphaltiert. Ich rannte weiter, meine Schritte wirbelten Staub auf. Entkommen, war mein einziger Gedanke, als ich an den vielen alten Häusern, die Straße runter rannte.

Keiner der Dorfbewohner hatte etwas mitbekommen; Kinder spielten im Garten, Frauen zupften Unkraut im Vorgarten, als ich hektisch die Straße entlang rannte. Sie sahen mir erstaunt nach und hatten nicht den geringsten Schimmer, dass sie in Gefahr schwebten.

7.8.07 12:26


Mir träumte...

Ich saß in einem Raum. Es war dort ein wenig wie im Krankenhaus; weiße Wände, helles Licht; ein Wartenzimmer. Neben mir stand ein Telefon, es begann zu klingeln. Ich nahm den Hörer ab. In meinem Kopf schwirrten alle möglichen Gedanken von „Was mache ich grad?“ bis „Aha“. Meine Mutter begann am Telefon zu sprechen:

„Hallo! Dein Vater ist tot!“

Ich war überrascht, mein Kopf leer und nach einer Minute begann ich zu realisieren, was der Satz „Dein Vater ist gestorben“ bedeutete

                                                              …Er fehlte mir.

7.8.07 12:28


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